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Bauernverband nimmt nicht am Mercosur-Gipfel teil
24.01.2018 – (lid.ch) – Der Schweizer Bauernverband (SBV) nimmt nicht am Agrar-Gipfel zum geplanten Freihandelsabkommen mit Mercosur teil, zu dem Bundesrat Johann Schneider-Ammann geladen hat.
Der Verband distanziere sich von dem Anlass, teilt der SBV mit. Grund dafür ist die Gesamtschau des Bundesrates zur künftigen Agrarpolitik. Diese ist nach Ansicht des Bauernverbandes mit ihren Grenzöffnungs-Szenarien keine Grundlage für eine zukunftsfähige Landwirtschaft.
Der SBV schreibt weiter, dass er dem Bundesrat das Gespräch nicht verweigere und nicht grundsätzlich gegen den Abschluss von neuen bilateralen Abkommen sei. Der Verband habe den Bundesrat in 2 Briefen um eine Aussprache gebeten, als Antwort sei eine rüde Absage des Generalsekretärs gekommen. Nachdem der Bundesrat im vergangenen Jahr die Gesamtschau präsentiert hatte, schrieb der SBV in einer Medienmitteilung, der Bundesrat könne diese schreddern, was auf wenig Verständis bei Schneider-Ammann gestossen war.
Schneider-Ammann will den Abschluss eines Freihandelsabkommens mit den lateinamerikanischen Mercosur-Staaten vorantreiben. Er geht davon aus, dass die Schweiz ansonsten ins Hintertreffen gerät, sollte die EU ein entsprechendes Abkommen schliessen. Sowohl die Schweizer als auch die EU-Landwirte fürchten im Falle eines solchen Abkommens einen Anstieg insbesondere der Fleisch-Importe mit massiven Auswirkungen auf die eigene Produktion.
