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Dioxin: Entwarnung für Schweizer Eier
05.01.2011 – (lid) – Schweizer Eier sind von dem Dioxin-Skandal, der in Deutschland aufgetreten ist, nicht betroffen. Das schreibt der Verband der Eierproduzenten GalloSuisse.
Man verfolge seit Jahren eine strikte Qualitätsstrategie, heisst es in einer Medienmitteilung des Verbandes. Das führe im Vergleich zu ausländischen Produzenten zwar zu Mehrkosten, zahle sich aber langfristig aus. Skandale wie der aktuelle Dioxin-Skandal seien eine Folge des enormen Preisdruckes in Deutschland. Die Schweizer Eierproduzenten seien auch dankbar, auf solide Schweizer Mischfutterhersteller abstellen zu können, die fragwürdige und risikobehaftete Billig-Produkte nicht einsetzen.
Konkret geht es dabei um raffinierte Fettsäuremischungen, die in der Industrie als Nebenprodukte anfallen, zum Teil auch bei der Produktion von Biotreibstoffen, und die massiv billiger sind als reine Fette. Die Rückverfolgbarkeit bei diesen Mischungen sei praktisch unmöglich, sagte Rudolf Marti, Direktor der Vereinigung Schweizerischer Futtermittelfabrikanten (VSF) gegenüber dem LID. Das mache auch ihren Einsatz so riskant. Die Schweiz sei mit grosser Wahrscheinlichkeit von dem Dioxin-Skandal nicht betroffen. Die Mitglieder des VSF mit mehreren Tausend Kunden könnten es sich nicht leisten, Fettsäuremischungen einzusetzen, sie verwendeten meist Sojaöl, Rinder- und Schweinefett.
