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Dioxin: Fast 1‘000 Betriebe neu gesperrt
17.01.2011 – (lid) – Der Dioxin-Skandal in Deutschland weitet sich aus: Die Behörden haben 934 zusätzliche Betriebe gesperrt. Derweil geht die Nachfrage nach Schweinefleisch markant zurück.
Grund für die erneute Sperrung: Die betroffenen Betriebe haben Tierfutter von einem Hersteller aus dem niedersächsischen Damme bezogen, der seine Lieferdaten laut aiz.com aber nicht an die Behörden geliefert hat. Dabei handelt es sich um 110 Legehennenbetriebe, 403 Schweinemastbetriebe und 248 Ferkelmastbetriebe. Gemäss Informationen des Landwirtschaftsministeriums Niedersachsens könnten während rund zehn Tagen Fleisch und Eier von diesen Höfen in den Verkauf gelangt sein.
Aufgrund des Dioxin-Skandals sind die deutschen Konsumenten vorsichtiger geworden: So ging die Nachfrage nach Schweinefleisch gemäss agrarheute.com spürbar zurück, was zu einem Preiseinbruch führte. Innerhalb weniger Wochen sanken die Produzenten-Erlöse um mehr als 34 Euro pro Schwein.
Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, beziffert den durch die Sperrung der Höfe entstandenen Schaden auf mehr als 100 Millionen Euro. Die Umsatzeinbussen beim Schweinefleisch und bei den Eiern seien aber um ein Mehrfaches grösser.
