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Regierungsparteien wollen Verhandlungen über Agrarfreihandel
15.02.2008 – (lid) - Die Regierungsparteien FDP, CVP und SP wollen mit der EU über ein Agrarfreihandelsabkommen verhandeln. Sie stellen sich damit gegen die Oppositionspartei SVP.
Dies ist das Resultat der ersten Von-Wattenwyl-Gespräche der neuen Legislatur, wie die Nachrichtenagentur SDA schreibt. Die SVP nahm an den Gesprächen nicht teil.
Die Partei- und Fraktionsspitzen von FDP, CVP und SP seien sich einig, dass man ein Agrarabkommen erst beurteilen könne, wenn die Verhandlungsresultate vorlägen, sagte CVP-Präsident Christophe Darbellay. Sie ermutigten den Bundesrat, in die Verhandlungen einzusteigen. Nach Auskunft von Vizekanzler Oswald Sigg ist ein Abkommen realisierbar und vielversprechend.
Ein Abkommen bringe Chancen und Risiken, sagte Darbellay. In einzelnen Agrarbranchen dürften Anpassungshilfen nötig sein. Sie Kosten variierten je nach Schätzung zwischen zwei und fünf Milliarden Franken. Die SVP lehnt Verhandlungen ab. Freihandel käme einer Rosskur gleich, die den Bauern das Genick brechen würde.
