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Weitere Fälle von Tuberkulose bei Rindern
26.09.2013 – (lid) – Nachdem Mitte September bei einem geschlachteten Rind im Kanton Appenzell Ausserrhoden Tuberkulose festgestellt worden war, reagierten weitere Tiere des betroffenen Betriebes auf einen Test positiv und mussten getötet werden. Auch in St. Gallen und in Liechtenstein wurden Rinder positiv getestet.
Bei zehn Tieren des gesperrten Hofes sei beim Hauttest eine positive Reaktion festgestellt worden, weshalb die Tiere getötet werden müssen, schreibt der Kanton auf seiner Website. Bei zehn weiteren Tieren verlief der Test nicht eindeutig. Auch diese Rinder müssen vorsorglich getötet werden. Bei den weiteren Tieren des Betriebs verlief der Test negativ. Der Hof bleibt für den Tierverkehr weiter gesperrt. Um die Sperre aufzuheben sind zwei negative Nachproben im Abstand von mehreren Wochen nötig.
Derzeit wird abgeklärt, ob sich die Kuh im Sommer 2011 während der Alpung im österreichischen Vorarlberg auf der Alpe Rauz mit dem Hirschtuberkulose-Bakterium (Mycobacterium caprae) angesteckt hat. Seit 2010 breitet sich der Erreger dort beim Rotwild aus. Derzeit werden die anderen Rinder überprüft, die sich in derselben Zeit auf der Alp aufgehalten haben. Es handelt sich um 104 Tiere auf 27 Betrieben in fünf Ostschweizer Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein. Ein Zusammenhang mit den Rindertuberkulose-Fällen in der Westschweiz vom Frühjahr besteht nicht, es handelt sich um andere Erreger.
Derweil wurde im Kanton St. Gallen ein Rind mit Tuberkulose entdeckt. In dem betroffenen Betrieb war zuvor die Appenzeller Kuh während zwei Jahren gehalten worden, teilt der Kanton St. Gallen auf seiner Website mit.
Wie am Nachmittag das Amt für Veterinärwesen Liechtenstein mitteilte, wurden auch im Fürstentum zwei infizierte Tiere geschlachtet, vier weitere verdächtige Tiere müssen ebenfalls getötet werden.
