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Hornkuh-Initiative abgelehnt
26.11.2018 – (lid.ch) – Die Schweizer Stimmbevölkerung hat die Hornkuh-Initiative mit 54,7 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt.
Keine Direktzahlungen für Kühe oder Ziegen mit Hörnern: Das Stimmvolk hat am 25. November 2018 die Hornkuh-Initiative mit 54,7 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt. Auch das Ständemehr verfehlte die Initiative deutlich: Lediglich die Kantone Basel-Stadt, Baselland, Genf, Glarus, Schaffhausen und das Tessin haben Ja gesagt.
Bergbauer Armin Capaul sagte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA, dass er weiterkämpfen wolle. Im Dezember werde sich die Interessengemeinschaft Hornkuh wieder treffen und über das weitere Vorgehen beraten. Es brauche nun eine Umsetzung auf Gesetzesebene.
Capaul, der sich seit 8 Jahren für die Förderung von Hornkühen einsetzt, wertet die Abstimmung dennoch als Erfolg: "Es hat noch niemand die Kühe derart ins Bewusstsein der Menschen gebracht wie ich. Allein, dass man einmal über die Kühe nachdenkt, ist schon ein Erfolg», sagte der Bauer gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.
Die IG Hornkuh schreibt in einer Stellungnahme: "Eine Sensibiliserung auf das Thema ist uns mit Sicherheit gelungen. Jeder Konsument weiss inzwischen, dass es sich beim Horn um ein durchblutetes, warmes Organ handelt, das vielerlei Funktionen erfüllt."
Martin Ott, Präsident des Forschungsinstituts für biologischen Landbau, freute sich im Fernsehen SRF über die Ja-Entscheide in einigen Kantonen. Er erwarte nun, dass die Eidgenössischen Räte bei der nächsten Gesetzesrevision beschliessen, Bauern zu belohnen, die ihren Kühen die Hörner belassen.
Landwirt und Nationalrat Duri Campell (BDP/GR) sagte gegenüber dem Fernsehen SRF, dass man bei einem Ja-Anteil von 45 Prozent im Rahmen der Agrarpolitik 22+ über die Reservation eines kleinen Beitrags für die Haltung von Hornvieh diskutieren müsse, berichtet die Nachrichtenagentur SDA.
