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Mercosur-Reise: Bundesrat zieht Bilanz
08.05.2018 – (lid.ch) – Bundesrat Johann Schneider-Ammann hat eine Bilanz zu seiner Mercosur-Reise gezogen. Für die Agrarbranche sieht er Chancen durch den Export von hochwertigen Produkten, insbesondere von Käse.
Ein Handelsabkommen mit dem Mercosur biete den Schweizer Exporteuren grosse Chancen, heisst es in einer Medienmitteilung des WBF. Die Reise in die Mercosur-Staaten trug laut Schneider-Ammann dazu bei, objektive Informationen zu sammeln, den Dialog zwischen den interessierten Parteien in der Schweiz auf ein neues Fundament zu stellen und die Suche nach Kompromissen - insbesondere für die Landwirtschaft - zu erleichtern.
Der Bundesrat zeigt sich überzeugt, dass ein Freihandelsabkommen zwischen dem Mercosur und der Efta zur Entwicklung der Handels- und Investitionstätigkeiten der Schweiz in dieser Region beitragen kann. Auch der Schweizer Agrarsektor würde dank dem Export von hochwertigen Spezialitäten, insbesondere Käseprodukten, von einem Abkommen profitieren, heisst es in der Bilanz weiter.
Schneider-Ammann hatte vergangene Woche mit einer 50-köpfigen Delegation die Mercosur-Staaten (Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay) besucht.
Die EU möchte ihr Freihandelsabkommen mit Mercosur noch diesen Sommer abschliessen. Die Efta-Staaten wollen möglichst rasch nachziehen, damit sie gegenüber der EU-Konkurrenz nicht benachteiligt werden. Besonders aus der Landwirtschaft - aber auch von Seiten von Entwicklungs- und Umweltorganisationen - sind die geplanten Abkommen jedoch starker Kritik ausgesetzt.
