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Milchmarkt: Keine Richtpreiserhöhung
29.01.2010 – (lid) – In der Branchenorganisation Milch konnten sich Milchproduzenten und Verarbeiter nicht auf einen höheren Richtpreis für die Milch einigen.
Der Richtpreis bleibt deshalb bis Ende März unverändert auf dem Niveau von 62 Rappen pro Kilogramm. An seiner Sitzung vom 28. Januar legte der Vorstand der BO Milch hingegen zum ersten Mal den Vertragsmengen-Index für Molkereimilch fest, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Der Index wird von 103.6 auf 100 Indexpunkte reduziert. Die zwischen Molkereimilchverarbeitern und ihren Lieferanten unter Vertrag genommene Milchmenge liegt für das Jahr 2010 bi 1.94 Millionen Tonnen Molkereimilch. Das sind 3,6 Prozent mehr als im Basisjahr 2009. Gemäss der Einschätzung des Vorstandes übersteigt die gegenwärtige Vertragsmilchmenge das Absatzpotenzial. Die gekürzte Vertragsmenge sowie Milch, für die kein mindestens einjähriger Vertrag besteht, müssen zwingend über die Milchbörse verkauft werden.
Die Dachorganisation der Schweizer Milchproduzenten (SMP) bezeichnet das Nichteintreten auf eine Richtpreiserhöhung als "nicht akzeptabel". Man werde zusammen mit den Verantwortlichen der Mitgliederorganisationen klären müssen, welche Massnahmen zu treffen und welche Konsequenzen zu ziehen seien, schreibt die SMP in einer Medienmitteilung. Aufgrund der nach anerkannten Methoden erarbeiteten Marktdaten sei es rational nicht erklärbar, warum im Vorstand kein Paketbeschluss bezüglich Mengenindex und Richtpreis gefällt worden sei.
