Main Content
Presseschau zur AP 2014/17
02.02.2012 – (lid) – Für die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) ist die vom Bundesrat vorgeschlagene Agrarpolitik 2014/17 halbherzig, der Berner Zeitung ist das Reformtempo zu langsam.
Der Bundesrat habe mit der Agrarpolitik 2014/17 eine Chance vertan, die Landwirtschaft wirklich neu auszurichten, heisst es im Kommentar der NZZ. Bemängelt wird, dass mit jährlich 2,8 Mia. Franken weiterhin ein grosser Anteil der Direktzahlungen mehr oder weniger pauschal ausgeschüttet werde. Der grösste Posten der Direktzahlungen, die Beiträge zur Versorgungssicherheit, dienten primär der Einkommenssicherung der Bauern. „Mit einer konsequenten Ausrichtung der Direktzahlungen auf gemeinwirtschaftliche Ziele hat diese Verteilung genauso wenig zu tun wie mit der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit oder der Innovationsförderung“, schreibt die NZZ.
Für Michael Hug, Chefredaktor der Berner Zeitung, stimmt zwar die Stossrichtung der AP 2014/17, das Tempo sei aber zu langsam. Der Wandel habe sich gegenüber den 1990er Jahren spürbar verlangsamt. Heute sei der Rückstand bei der Wettbewerbsfähigkeit und die Abhängigkeit von der öffentlichen Hand für die Bauern nicht geringer geworden.
